Kinder aus sozial schwachen Familien haben in der Regel von Anfang an deutlich schlechtere Chancen auf eine gute Schul-, Ausbildungs- und Berufsperspektive als Kinder, die in einem besser gestellten Umfeld aufwachsen. Dies betrifft etwa 20 Prozent aller Kinder eines Geburtsjahrganges. Armut und geringe Bildungsressourcen der Eltern erschweren es den Eltern häufig, ihren Kindern anregende Entwicklungsbedingungen zu bieten und sie entsprechend ihrer Bedürfnisse zu fördern. Damit bleiben viele dieser Kinder schon früh hinter ihren Potenzialen zurück und sind bereits zum Schuleintritt in ihrer Sprach- und kognitiven Entwicklung im Nachteil. Die Benachteiligungsspirale setzt sich während der Schulzeit fort und beeinträchtigt nachhaltig das gesamte weitere Leben.
Das Problem ist schon lange bekannt, aber nach wie vor ungelöst. Offenbar ist das gegenwärtige Hilfe- und Unterstützungssystem – trotz eines spürbaren Ausbaus in den vergangenen Jahren – noch nicht in der Lage, die betroffenen Kinder wirkungsvoll zu erreichen. Das geplante Startchancen-Programm für die Kindertagesbetreuung ist ein extrem wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Ein offener Brief der Arbeitsgemeinschaft „Kindesentwicklung: von Anfang an gerecht“ richtet sich an die politischen Entscheidungsträger der Bereiche Familie, Gesundheit, Bildung und Soziales zeigt auf, welche weiteren Maßnahmen helfen können.
Sie finden hier die Kurzfassung und die Langfassung:
>> Kurzfassung
>> Langfassung