Neurodiversität in der frühen Kindheit. Entwicklung verstehen, Kinder gezielt unterstützen.

Ausgabe 01/26 unser Zeitschrift frühe Kindheit

Neurodiversität in der frühen Kindheit.
Entwicklung verstehen, Kinder gezielt unterstützen.

Unsere neue Ausgabe der frühen Kindheit widmet sich einem Thema, das pädagogische Einrichtungen zunehmend beschäftigt: Neurodiversität in der frühen Kindheit.

Der Begriff wird vielfältig genutzt – politisch, sozialwissenschaftlich oder deskriptiv – und steht für die Anerkennung unterschiedlicher neurobiologischer Entwicklungswege. Besonders in den ersten Lebensjahren sind Unterschiede in Aufmerksamkeit, Emotionen, Motorik oder Verhalten häufig Teil normaler Entwicklungsprozesse. Gleichzeitig können bestimmte Auffälligkeiten früh auf Entwicklungsrisiken hinweisen.

Die aktuelle Ausgabe unserer Online-Fachzeitschrift beleuchtet beide Seiten: die Vielfalt kindlicher Entwicklung und die Notwendigkeit, mögliche Risiken professionell zu erkennen.

Schwerpunkte des Heftes:

Neurodiversität & Neurodivergenz
Begriffliche Einordnung und wissenschaftliche Perspektiven
(Repnikov & Tures)

Neuroaffirmative Pädagogik
Wie Fachkräfte neurobiologische Unterschiede erkennen und im Alltag berücksichtigen können
(Tures)

Diagnostik & Entwicklungsrisiken
Die Rolle der Kinder- und Jugendpsychiatrie und die Grenzen des Neurodiversitätskonzepts
(Möhler & Paulus)

Interview mit Michael Kölch

Stimmen aus Praxis & Lebenswelt:

  • Persönlicher Erfahrungsbericht einer Jugendlichen (Hiseni)
  • Bildungspartnerschaft mit Familien (Frese)
  • Vorstellung der Dyspraxie-Deutschland-Stiftung (Gehlken)

Das erwartet Sie im Heft:

  • Eine differenzierte Begriffsklärung von Neurodiversität und Neurodivergenz
  • Perspektiven einer neuroaffirmativen Pädagogik, die Unterschiede wertschätzt, ohne zu pathologisieren
  • Einblicke aus der Kinder- und Jugendpsychiatrie zu Diagnostik, Grenzen des Neurodiversitätskonzepts und früher Förderung
  • Praxisberichte und persönliche Stimmen, u. a. aus Sicht einer Jugendlichen, aus der Familienarbeit und durch die Vorstellung der Dyspraxie-Deutschland-Stiftung

Alle Beiträge verdeutlichen: Ein professioneller Umgang mit Neurodiversität braucht einen offenen, respektvollen und zugleich wissenschaftlich fundierten Blick auf kindliche Entwicklung – zum Wohl der Kinder und mit Blick auf ihre Chancen und Teilhabe.

Für pädagogische Fachkräfte, Studierende, Wissenschaftler*innen und alle, die kindliche Entwicklung differenziert verstehen möchten.