11 Mai Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt: Bestandsaufnahme veröffentlicht
20.04.2026
Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt: Bestandsaufnahme veröffentlicht
Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Eine unabhängige Expertenkommission hat eine umfassende Bestandsaufnahme zum Kinder- und Jugendschutz in digitalen Lebenswelten vorgelegt. Sie bildet die Grundlage für konkrete Handlungsempfehlungen, die Ende Juni 2026 erwartet werden.
Die Analyse zeigt: Digitale Medien sind fester Bestandteil des Aufwachsens und bieten sowohl Chancen (z. B. Teilhabe, Lernen) als auch vielfältige Risiken – etwa Cybermobbing, Desinformation, problematische Nutzungsmuster oder neue Gefährdungen durch Künstliche Intelligenz. Entscheidend ist dabei weniger die Nutzungsdauer als vielmehr die Inhalte, die Gestaltung der Plattformen und die Begleitung durch Erwachsene.
Deutlich werden auch strukturelle Defizite: Medienbildung und Prävention sind in Deutschland zwar vielfältig, aber nicht flächendeckend, oft nicht verbindlich und qualitativ uneinheitlich. Besonders in der frühen Kindheit sowie in der Unterstützung von Eltern besteht Nachholbedarf.
Auch der rechtliche Rahmen ist umfassend, weist jedoch Schwächen in der praktischen Umsetzung auf, etwa bei Alterskontrollen und der Durchsetzung bestehender Regelungen.
Die Kommission betont: Wirksamer Schutz gelingt nur im Zusammenspiel von Regulierung, Bildung und technischer Vorsorge – mit dem Ziel, Kindern und Jugendlichen eine sichere und kompetente Teilhabe an der digitalen Welt zu ermöglichen.
Quelle: Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend, 20.04.2026