Milliardenschwere Einsparungen für Kinder, Jugendliche, Familien und Menschen mit Behinderung befürchtet

16.04.2026

Milliardenschwere Einsparungen für Kinder, Jugendliche, Familien und Menschen mit Behinderung befürchtet

Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband – Gesamtverband e.V.

>> Zum Arbeitspapier des Paritätischen Gesamtverbandes

Der Paritätische
Der Paritätische

Der Paritätische Gesamtverband hat ein internes Arbeitspapier veröffentlicht, aus dem hervorgeht, dass Vertreter*innen von Bund, Ländern und kommunalen Spitzenverbänden Einsparungen bei Leistungen für Kinder, Jugendliche und Menschen mit Behinderungen beraten.

Das 108-seitige Dokument stammt den Angaben zufolge aus einer Arbeitsgruppe und enthält mehr als 70 Vorschläge mit einem bezifferten Einsparvolumen von über 8,6 Milliarden Euro. Zugleich wird darauf hingewiesen, dass ein Großteil der vorgeschlagenen Maßnahmen nicht finanziell beziffert sei, sodass das tatsächliche Volumen darüber liegen könne.

Nach Darstellung des Verbandes betreffen die diskutierten Maßnahmen unter anderem mögliche Einschränkungen bei Unterstützungsleistungen. Genannt werden beispielsweise Überlegungen zur Anpassung individueller Ansprüche auf Schulbegleitung, zur Einschränkung des Wunsch- und Wahlrechts von Menschen mit Behinderungen sowie Änderungen bei Leistungen für junge Erwachsene im Anschluss an Hilfen zur Erziehung und beim Unterhaltsvorschuss. Der Verband weist darauf hin, dass einzelne Vorschläge aus seiner Sicht im Widerspruch zu internationalen Abkommen wie der UN-Behindertenrechtskonvention und der UN-Kinderrechtskonvention stehen könnten.

Quelle: Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband – Gesamtverband e.V., 16.04.2026